Meinungsfreiraum – Medien

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„Wie ist doch die Zeitung interessant … Gott segne das liebe Vaterland!“

(Hoffmann von Fallersleben, 1841)

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- Das verdorbenste besitzbürgerstaatliche/westliche Schundblatt, das mir gerade einfällt, ist die „Welt“.
- Der Artikel ist noch nicht sonderlich ausgearbeitet!

Gesellschaftsrelevante Meinungsbildung findet – ganz wesentlich – im individuellen geistigen Austausch der Bürger im öffentlichen Umfeld (Raum) statt. Dieses öffentliche Umfeld kann man auch als politischen Rahmen oder mediale Struktur oder kurz Meinungsraum bezeichnen!

Öffentlicher Meinungsraum: In der Republik ist die Politik eine öffentliche Sache. Die Politik wird von jedermann auf Plätzen oder sonst wo besprochen und von da aus direkt oder indirekt, in die Wege geleitet. Um allen – unabhängig von des Einzelnen momentaner wirtschaftlicher Propagandapotenz – einen möglichst gleichen Einfluss zu verschaffen, ist ein von reicher Leute und Gruppen Propaganda ausgenommener öffentlicher Meinungsraum notwendig, beziehungsweise muss der öffentliche Raum hinsichtlich der besonderen Einflussnahme von Bürgern und Gruppen kenntlich sein.

Das typische westliche System der „öffentlich rechtlichen Medien“, das seiner Selbstbeschreibung nach in die richtige Richtung weist, ist jedoch realiter diesbezüglich sowohl ein obrigkeitsstaatlicher Platzhalter wie ein konkretes Herrschaftsinstrument. Es beruht auf einer vom jeweiligen Staat geschaffenen betrieblichen Struktur, in der auch die Mitarbeiterbesetzung, über die Hierarchiespitze (Aufsichts- und Verwaltungsräte), staatlich geregelt ist. Das System …

Ein tatsächlich freier öffentlicher Meinungsraum in der Republik/im Bürgerstaat hat, meine ich, folgende Merkmale (Stichpunktsammlung):

1. Kennzeichnungspflicht: Jedes Medienerzeugnis zeigt, auf dem Deckblatt oder bei der Anfangssequenz (ähnlich Tabakerzeugnissen), zu wie viel Prozent es sich im zurückliegenden Besteuerungszeitraum nicht vom Erlös (Werbeeinnahmen, Spenden, Eigenmittel) finanziert hat.

2. Förderung: Jedes Medienerzeugnis erhält – im Unterschied zum gegenwärtigen staatlichen Mediensystem – nach Maßgabe seiner Erlösfinanzierung (keine Werbeeinnahmen, Spenden, Eigenmittel) eine relevante (Verhältnis zu nicht oder wenig erlösfinanzierten Publikationen) Förderung.

wa12.11.2017