Überkapitalisierung

Der Westen/der Kapitalismus bläht die Geldmenge mit Staats-Interventionen auf.
Das Falsch-Geld landet bei wenigen und macht das System instabil.
Doch:
Auch mit viel ungedecktem Geld können die wenigen, die es haben einkaufen!

Überkapitalisierung meint das westlich-kapitalistische Phänomen, dass trotz verkündeter marktwirtschaftlicher Wirtschaftsverfassung die Geldmenge dauerhaft größer ist, ja „notwendig“ größer gehalten werden muss, als für ein stabiles, freiheitliches volkswirtschaftlich-marktwirtschaftliches Funktionieren geboten. Mithin bezeichnet der Begriff eine geldwirtschaftliche Nichtmarktwirtschaft.
Überkapitalisierung ist eines der großen charakterisierenden Phänomene des Kapitalismus, der nicht marktwirtschaftlich regelt/gewährleistet, dass das permanente systemische Geldmengenwachstum (Zinssystem) sein natürliches Pendant hat/behält: Dass es in unschädlich kleinen Mengen mit kleinen Banken – bei Misswirtschaft – auch vergehen/verbrennen kann. Er züchtet gar, scheinbar zwangsläufig, mit Bankenrettungen volkswirtschaftlich schädliche Riesengeldinstitute. Den Grundsatz, dass Marktwirtschaft ein Grundelement der Freiheit ist, missachtet er dabei völlig.
Dass die Geldmenge viel größer als die Menge der realen Sachwerte ist, ist allgemein anerkannte Wirklichkeit. – Die Sache ist aus dem Gleichgewicht! Die tiefere soziale, ökonomische und nicht zuletzt ökologische (Überindustrialisierung) Problematik mit der nicht gedeckten Geldmenge wird allerdings unterschätzt oder gar nicht gesehen: Die unnatürlich große Geldmenge führt nicht etwa zu einer ausgeglicheneren Vermögensverteilung, sondern zur  Konglomeration des vielen Geldes bei wenigen. Und: Das Geld ohne Entsprechung ist ein irrationales Element der Instabilität, das die Volkswirtschaft überdehnt und (1929) zum völligen Zusammenbruch der gesellschaftlichen Reproduktionsstrukturen mit Hunger, Elend und letztlich Nationalsozialismus führen kann.

Des weiteren führt diese Politik des vielen Geldes gewollt (Investitionskapital) zur Befeuerung der Wirtschaft. Zu Wirtschaftswachstum ohne Geld-Marktwirtschaft und so direkt zum anderen großen Phänomen des Westens/des Kapitalismus der Überindustrialisierung.

In der Systematik des Geldes des westlich-kapitalistischen Systems wird der Begriff Kapitalismus grundsätzlich plastisch: Der Westen überwertet das Kapital! Und mit der Diktion des bedeutenden Staatsrechtlers und Nazis Carl Schmitt wird die Sache in ihrer perfiden Niedertracht schillernd: Der Westen schützt das Geld! (Carl Schmitt: Der Führer schützt das Recht …)

Fazit: Die Geldpolitik der Geldgewährleistung und des Überschussgeldes der westlichen politischen Klasse (Überkapitalisierung) ist ein höchst volkswirtschaftlich/gemein schädliches Verbrechen. Sie missachtet die Norm Marktwirtschaft trotz der volksverarmenden Akkumulation des Geldes bei nur wenigen und der Stabilitätsgefahr mit den bekannten brutalen Folgen. Sie ist struktureller Raub und noch mehr und mehr nicht!
Diese Geldpolitik der Ungleichheit (Bankenrettung für Kapitaleigner, Überschussgeld für wenige) ist zu überwinden und durch marktwirtschaftliche/gleichheitliche Geldpolitik zu ersetzen!
/wa.14.9.2014