Gesellschaftstheorie

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Seht das Unglück des 20. Jahrhunderts. Davon grenzen wir Demokraten uns ab, sagt der westliche Politiker.
Und der kleine Parteigänger sagt in seiner Realitätsbedrängung:
Die westliche politische Ordnung ist das kleinere Übel.
Doch der eine ist kein Demokrat und die westliche politische Ordnung ist des schlimmsten Übels Anfang.

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Die Systematik der „Gesellschaftssysteme“ des 20. Jahrhunderts ist nicht die eines Nebeneinanders, wie die westliche/kapitalistische Geschichtsbetrachtung glauben machen will, sondern die von System und Subsystem, wobei zwischen System und Subsystem eine Kausalbeziehung besteht: Vor dem gewalttätig totalitären Staat der Moderne stand der exzessiv volksverarmende Staat („Soziale Frage“)! Die großen Kipppunkte des 20. Jahrhunderts: 1917. 1922. 1929/1933. Die Frage ist nicht demokratisch oder totalitär, sondern was war vor dem offenen, totalitären Gewalt-Staat und was wieder danach! Man muss dabei nur im Blick haben, dass auch alle besonderen Armen-Lasten, wie etwa Kriegsmangel oder Wirtschaftskrisen immer den Reichen und Mächtigen, in ihrem Besitz-Streben, geschuldete Folgen waren.
Stalinismus/Sozialismus und Faschismus erscheinen und vergehen im 20. Jahrhundert wie Zeichen. – Sie sind Folgen/Phänomene der Volksverarmung – der exzessiven Spaltung der längst modernen/kapitalistischen – zum Teil schon besitzbürgerlich „demokratisch“ – Gesellschaft in Arm und Reich!
Und so klassisch modern wie die politischen Kräfte des Westens heute noch immer walten ist die totalitäre Sache nicht ausgestanden. Die das finale Böse schaffen sind am Werk: Die „demokratischen“ westlichen/kapitalistischen Politiker, die heute wie einst systematisch strebend Massenarmut und Geldblasen schaffen (soziale Frage!) säen Hass und Zwietracht – sie sind glatte Proto-Hitler/Stalin. Und nicht zu vergessen seien die vielen, die ihnen dabei Gefolgschaft leisten. Sie sind so gesehen die „Bürger”, die immer „versagen“; und von denen viele die „Wendehälse“ von Morgen sind.

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Die Geschichte zeigt eine Kausalität!
Das totalitäre Unglück kommt zuletzt!
Volksverarmung ist das Anfangsverbrechen!

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- Die Abfolge der Gesellschaftssysteme/Sozialstrukturen:
1. Stammesgesellschaft
2. Sklavenhaltergesellschaft
3. Feudalgesellschaft
4. Besitzbürgergesellschaft/Kapitalismus
- Phänomene (der modernen/kapitalistischen Massenarmut): Stalinismus/Sozialismus, Faschismus

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- Fazit: Die von Besitzbürgerstaatintellektuellen unterschwellig verbreitete Gesellschaftssystemgliederung des 20. Jahrhunderts ist falsch. Ein aktueller Hinweis auf die verborgene Kausalsystematik ist die Zunahme neuer oft ausgrenzender politischer Strömungen nach der kleinen Krise von 2008 (kleiner Volksverarmungsexzess/große Krise 1929).
Moderne westliche Volksverarmung ist mehr als perfide Mehrheits-Beraubung. Sie ist die politisch gleichgültig gelegte Basis für finalen totalitären Zivilisationsbruch.
Darum braucht eine zivilisierte Gesellschaft eine Vermögensungleichheitssperre. Eine 30%-Norm. Sie muss einer modernen Gesellschaft wie ein Grundrecht – ein Abwehrrecht – eingeschrieben werden gegen den moralischen Bodensatz politischer Akteure, der bis heute zuhauf bereitsteht, die Völker zu verarmen und so das Weitere zu fördern und in Kauf zu nehmen.
Die Norm ist ein so sehr gesellschaftsprägendes Element, dass man mit ihrer Umsetzung eine neue Gesellschaftsstruktur erreicht; ein neues Gesellschaftssystem. Sie macht die zum Großteil mittellosen (Vermögensverteilung) Staatsangehörigen des westlich-kapitalistischen Besitzbürgerstaates zu Miteignern. – Zu Bürgern. Gemäß dem Motto von der Besitzbürger- zur Bürgergesellschaft!

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- Das ist Fatal! – Fatal ist, dass die Völker nach den großen irren gesellschaftlichen Ideen der Moderne, Faschismus und Sozialismus/Kommunismus, noch wie gelähmt sind. Sie sind in dieser Starre nicht imstande den epochalen Faden gesellschaftlicher Entwicklung wieder aufzunehmen.
Sie verkennen die verheerenden Staatssysteme des 20. Jahrhunderts als Gesellschaftssysteme wie Feudalismus oder Kapitalismus (Besitzbürgerordnung) und verstehen sie nicht nur als irre Folgen oder Phänomene des gegenwärtigen volksverarmenden besitzbürgerlichen Kapitalismus.
Das westliche politische System ist heute ein volksbetäubender, volksverarmender Sozialstaatskapitalismus, der seinen Anfang in der Mitte des 18. Jahrhunderts nimmt. Seit diesem Beginnen aber waren alle „Gesellschaftsentwürfe“ nur Kapitalismusphänomene! – Den undemokratischen westlichen Kapitalismus aus Furcht vor den Folgen seiner „Krisen“ nicht grundsätzlich infrage zu stellen ist fatal!
/wa24.9.2015